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June 22, 2018

 

 

Drei Fremde an einem bekannten Ufer. Gestrandet. Der Himmel reißt auf und Licht fließt über die Pflastersteine und den Asphalt. Der Himmel schimmert in durstigen Augen. Junge Räuber in einer jungen Nacht. Erwachsene Kinder in einer traurigen Stadt. Kurze Tage verbringen wir auf langen Inseln. Am Boden jeder Flasche wartet ein Spiegel. Mich schaut ein Kind an. Ich werde mir fremd mit den Jahren. Irgendwann werde ich es sein der mich durch diesen Spiegel anschaut und ich werde mich fragen wer warst du noch einmal. In Kinder Augen liegt die Liebe der Welt vergraben. Und doch sagt irgendetwas in mir sie werden irgendwann doch erwachsen, doch wie der Rest der Welt. Morgen ist ein Tag rum und gestern sind zehn Jahre vergangen und wir sind immer noch Kinder. Drei Fremde murmeln vor sich hin schon bald werden wir alt sein, schon bald werden wir alt sein, schon bald werden wir Staub sein. Einige Geschichten werden mit uns verbrannt, doch heute haben wir noch. Jetzt leben wir noch. Drei Fremde an einem bekannten Ufer erzählen Geschichten zwischen Hoffnung und Glück. Der Eine erzählt von einer kranken Mutter und der Liebe. Der Andere von Scherben und dem Glück der Tage. Der Letzte von pochenden Narben und Frieden. Einer ist ein Soldat des Wassers, der Andere Opfer der Steinbrüche, der Letzte Freund des Waldes. Drei Fremde an einem bekannten Ufer werden Teil einer Geschichte. Wie schmeckt Freiheit? Eine Frage die wir noch im Laufe der Nacht beantworten können.

 

Die Zentauren reiten durch die Stadt und wir laden sie ein. Das Ufer schleppt Ertrunkene an. Die Fremden haben keine Heimat und sie zogen in jungen Jahren durch die Welt der Geschichten. Drei Fremde beschreiben drei Welten. Der größte der Zentauren lauscht der Welt der Fremden. Der Rest der Zentauren lacht und trinkt und stichelt in einer fremden Sprache und sucht den Kampf. Die Fremden sprechen zu den Zentauren in einer fremden Sprache. Die Zentauren reiten weiter. Drei Fremde und eine Schlacht ohne Kampf.

 

Ein Fuchs stößt zu den Fremden. Der Fuchs erzählt zunächst eine Geschichte. Lichter in einem Himmel, der über einer grünen Stadt schwebt. Der Fuchs verspricht uns ein Leben am Himmel mit den Lichtern, wenn wir ihm unsere Zeit geben. Ein Fremder sagt zu dem Fuchs er sei Teil des Auges und der Fuchs flüchtet. Der Fuchs vergaß seine Lichter.

 

Wir trennen uns bei Anbruch der Nacht. Schon bald sind Wochen vergangen und schon bald sind es drei Jahre. Schon bald sind wir alt. Schon bald ist das Licht aus und das Zimmer verstaubt. Titanen aus Licht, alle Sonnen sterben. Das Ende einer Geschichte, kein „Fortsetzung folgt“. Wie schmeckt Freiheit? Freiheit schmeckt nach Wodka Vanille, Regen und kalter Asche. Freiheit schmeckt nach Geschichten aus der Fremde. In einem oder zehn Jahren in der Straßenbahn sitzen und für einen Moment schmunzeln über drei Fremde an einem bekannten Ufer.

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